Epilog

Alle Türen und viele Fenster der Dreifaltigkeitskirche waren mit Köpfen von Engeln verziert, und in der Engel Apotheke wurde gerne erzählt, dass der Name dort seinen Ursprung habe und in dem Privileg bestimmt sei‚ dass die Apotheke bei Ortswechsel immer in der Nähe der Dreifaltigkeitskirche' bleiben müsse, damit der Engel immer "die Flügel des Segens über das Unternehmen breiten könne". Bis 1945 befand sich auch immer ein goldener Engel über den Apothekeneingängen. Dann wurden Kirche und Apotheke zerstört: Die Engel sind davongeflogen.

Nachzutragen bleibt, dass weder die Dreifaltigkeitskirche noch das Hotel Kaiserhof wieder aufgebaut wurden. Der Wilhelmplatz ist verschwunden, die Straßenführung der Mauerstraße wurde geändert und auf dem ehemaligen Gelände der Kirche und des Hotels Kaiserhof findet man heute die Nord-Koreanische Botschaft. In den dicken Sandsteinmauern des ehemaligen Allianz-Gebäudes stecken immer noch die Eisen, an denen die Leuchtschrift der Engel-Apotheke befestigt war.

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