Erste Apotheke am Wilhelmsplatz

Wann die Apotheke genau eröffnet wurde, lässt sich heute nicht mehr genau feststellen. Doch findet sich die erste Eintragung des Apothekers im Adresskalender von Berlin für das Jahr 1742:

Joh. Friedrich Junge, Am Wilhelmsmarkt in seinem Hause.

Auf diesem 1732 angelegten Exerzierplatz hatte nie ein Markt stattgefunden und 1749 erfolgte die Umbenennung in Willhelmsplatz (ab 1950 Thälmannplatz, ab 1986 Otto-Grotewohl-Straße, ab 1993 wieder Wilhelmplatz). Ein Teil des Wilhelmplatzes, zugleich die verbreiterte Verlängerung der Mohrenstraße, trug von 1849 bis 1968 den Namen Zietenplatz.

Bis zum Abriss des Apothekengebäudes im Jahre 1872 für den Bau des Hotels „Der Kaiserhof“ befand sich die Apotheke immer an diesem Standort, allerdings unter verschiedenen Adressen. Nur mit Mühe ist die Apotheke auf historischen Berlinansichten zu finden, so auf einer Zeichnung nach einem Kupferstich von Calau aus dem Jahre 1828 (rechts). Der Blick geht vom Wilhelmplatz in die Mohrenstraße. Im Hintergrund der Deutsche Dom auf dem "Gensd'armen"-Markt. Rechts oben der Turm der Dreifaltigkeitskirche. In der Bildmitte das Zietendenkmal, das 2003 an seinem historischen Standort – auch mit unserer Unterstützung – wieder aufgestellt wurde. Rechts davon, auf gleicher Höhe, ist die Figur des Engels als Zeichen des Hauses und der Apotheke an der Hausecke zu sehen.

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